Bayerischer Staatspreis 2023
Bayerische Staatspreis 2023 Verliehen auf der IHM Internationale Handwerksmesse Der Bayerische Staatspreis für besondere gestalterische und technische Leistungen im Handwerk wird seit 1952 vom Bayerischen Wirtschaftsministerium vergeben. Die Auszeichnung ging in diesem Jahr an insgesamt siebzehn – elf im Bereich Gestaltung, sechs im Bereich Technik – Aussteller der Internationalen Handwerksmesse. Der Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk wird seit 1989 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verliehen. Mit ihm wurden in diesem Jahr drei Aussteller der Messe ausgezeichnet. In diesem Jahr gingen sechs Preise an Mitglieder des Bayerischen Kunstgewerbevereins, wir gratulieren sehr herzlich: Otto BaierLebenswerk als MetallgestalterOtto Baiers Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ist eine der ältesten Schmiedewerkstätten in München-Obermenzing. Dort arbeitet er seit über 50 Jahren unermüdlich an der Entwicklung stets neuer, aktueller Arbeiten in Metall. Seine Werke finden sich sowohl im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt München, wie z. B. in Schloss Blutenburg, aber auch im sakralen Bereich wie der Kirche St. Wolfgang in Pipping. Seine künstlerischen Metallobjekte sind Sammlerstücke und auch in international bedeutenden Museumssammlungen vertreten. Otto Baier erhält den Bayerischen Staatspreis für sein einzigartiges Lebenswerk. Peter BauhuisGruppe von 3 simultan gegossenen GefäßePeter Bauhuis aus München gestaltet im Verfahren der verlorenen Form aus Wachsmodellen gegossene Metallobjekte. Nach dem Ausschmelzen der Wachsformen werden gleichzeitig verschiedenfarbig oxidierende Legierungen in die Form gegossen. Erstmals gelangen Peter Bauhuis mit diesem komplizierten Verfahren Gefäße in dieser Größe. Hans FischerTellerHans Fischer aus Passau zählt zu den bekanntesten deutschen Keramikern. Sein Werk umfasst Gefäßkeramik für den Gebrauch, aber auch freie plastische Arbeiten. Den Bayerischen Staatspreis erhält er für drei Teller deren mögliche Gebrauchsfunktion noch an traditionelle Keramik erinnert. Durch die für ihre typische, freie, sensible Bemalung, die kalligraphische Qualität aufweist, werden sie zu charmanten Einzelstücken. Cornelius RéerGlasgefäße besondere Oberfläche - Kälteschock in MetallforSeit vielen Jahren ist Cornelius Réer aus Nürnberg mit seinen handwerklich produzierten Gebrauchsgläsern auf der Handwerksmesse einer der wenigen Vertreter dieses Metiers. Der energieintensive Herstellungsprozess von Glas veranlasste ihn neue Wege in der Produktion einzuschlagen. Im Ergebnis gelang es ihm neue formale Lösungen mit subtiler Oberflächenwirkung zu erzielen. So wurde aus der Not etwas Neues geboren. Laurenz StocknerSchalenpaar aus heimischem KupferDer Werdegang dieser Arbeiten ist der Weg von Zementkupfer aus seiner Südtiroler Heimat zur künstlerisch gestalteten Kupferschale. Vom Verhütten des Rohmaterials über das erneute Aufschmelzen und Gießen von Kupferbarren bis hin zum Schmieden und Treiben der Schalenform. Die Spuren dieses Werdeganges zeigen sich in der einzigartigen Oberfläche, was den unverwechselbaren Charakter dieser Schalen ausmacht. Der durch das Schmieden entstandene unregelmäßige Rand wurde als gestalterisches Element bewusst belassen. Lisa WalkerAnhänger aus Textil Acrylfarbe Watte KeramikNach ihrem Studium in der Klasse für Schmuck und Gerät an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Professor Otto Künzli lebt und arbeitet Lisa Walker heute wieder in ihrer Heimat Neuseeland. Schon oft wurden ihre Arbeiten in der Sonderschau „Schmuck“ der Internationalen Handwerksmesse gezeigt und erregten große Aufmerksamkeit ob ihrer unkonventionellen Konzepte. Für ihre neue zeichenhafte Werkgruppe aus textilen Materialen in Kombination mit keramischen Elementen erhält Lisa Walker den Bayerischen Staatspreis 2023. Website IHM
