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KUNST UND HANDWERK

ARTS AND CRAFTS

 

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BKV-Preis 2017

Katrin Feulner(Deutschland, Pforzheim)

Die Halsketten von Katrin Feulner zeigen ihre Materialität und Fertigungstechnik und transzendieren sie zugleich. Eisen und Stahl, teilweise aus gefundenen Objekten, werden mit höchster Sicherheit für Proportion und Oberflächen zu intensiv blauschimmernden Schmuckstücken, die an die Collanen von Ritterorden erinnern. Mittelstücke, Kettenglieder und Verschlüsse sind aus den gleichen Formen entwickelt und mit raffinierter Reduktion konstruiert. Klare Konturen und besonders die äußerst präzise, aber nie sterile Ausführung der Oberflächen lassen das schlichte Material überaus kostbar erscheinen.

Der BKV-Preis 2017 ist dotiert mit € 3.000,- und einem Katalog der Preisträger (dt./engl.), der in der Schriftenreihe des Bayerischen Kunstgewerbevereins erscheint. Außerdem beinhaltet der Preis eine für drei Jahre kostenlose Mitgliedschaft im Bayerischen Kunstgewerbeverein.

Katrin Feulner, geb. 1984 in Bamberg

2005-2006 Ausbildung an der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Pforzheim, Berufsfachschule für Goldschmiede
2006-2009 Ausbildung an der Goldschmiedeschule Pforzheim, Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät, bei Winfried Krüger, abgeschlossen als staatlich geprüfte Designerin
2009-2015 Studium der Fachrichtung Schmuck und Objekte der Alltagskultur, Hochschule Pforzheim, Fakultät für Gestaltung, bei Prof. Andi Gut und Prof. Christine Lüdeke, abgeschlossen mit B.A.
2013-2014 Praxissemester bei Iris Bodemer
Seit 2015 selbständig tätig als Schmuckgestalterin in Pforzheim

2. Preis

Inhwa Lee(Korea, Seoul)

»Memory of Emotions« nennt Inhwa Lee ihre Porzellanobjekte, die technische Artistik mit einer ungewöhnlichen Ästhetik verbinden. Auf der Drehscheibe entstehen extrem dünnwandige, zylindrische Porzellangefäße. In weiteren Bearbeitungsschritten werden auf rechteckigen Feldern Wandstärken und Oberflächen so variiert, dass sie in unterschiedlichem Maße Licht durchlassen und reflektieren. Diese optisch wie haptisch ungewöhnlichen Gebilde stehen in der Tradition koreanischer Keramik, lassen aber auch an die in Europa einst beliebten Lithophanien denken, die hier ganz in konstruktivistische Formen transponiert wurden.

Diese Auszeichnung ist dotiert mit € 2.000,- und einem Katalog der Preisträger (dt./engl.), der in der Schriftenreihe des Bayerischen Kunstgewerbevereins erscheint. Außerdem beinhaltet der Preis eine für drei Jahre kostenlose Mitgliedschaft im Bayerischen Kunstgewerbeverein.

Inhwa Lee, geb.1986 in Seoul/Korea

2009 Studium der Fachrichtung Keramik an der Seoul National University, Faculty of Crafts & Design, College of Fine Arts, abgeschlossen mit B.F.A.
2011 Studium der Fachrichtung Keramik an der Seoul National University, Faculty of Crafts & Design, College of Fine Arts, abgeschlossen mit M.F.A.
Seit 2013 Lehrtätigkeit an der Seoul National University und Sungshin Girls University, Korea

 

3. Preis

Helen Habtay (Deutschland, Idar-Oberstein)

»Hi, SciFi« ist eine Halsschmuck-Serie von Helen Habtay, die eine verstörend biomorphe Ästhetik entfaltet. Kupferrohre, die mit ihrer porigen Mattierung und rosé Vergoldung eine durchaus hautartige Oberfläche erhalten, verbinden sich miteinander, teils mit Fittings, wie Installateure sie benutzen, teils wie Gedärme ineinander wachsend. Sie fassen massive Rosenquarz-Ronden, die die organischen Formen fortsetzen. Gefütterte Lederschläuche verbinden das mit dem Hals der Trägerin. Diese massive und radikale Neuinter-pretation des Colliers geht aber mit dem Körper der Trägerin eine überraschend schlüssige Verbindung ein.

Diese Auszeichnung ist dotiert mit € 1.000,- und einem Katalog der Preisträger (dt./engl.), der in der Schriftenreihe des Bayerischen Kunstgewerbe-Vereins erscheint. Außerdem beinhaltet der Preis eine für drei Jahre kostenlose Mitgliedschaft im Bayerischen Kunstgewerbeverein.

Helen Habtay, geb.1986 in Frankfurt am Main

2006-2009 Ausbildung zur Bekleidungstechnischen Assistentin, Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode, Frankfurt
2009 Intensive Foundation in Art and Design (iFAD) course, Middlesex University, London
2009-2013 Studium der Fachrichtung Schmuck an der Middlesex University of London, Großbritannien, abgeschlossen mit B.A.
Seit 2014 Studium der Fachrichtung Schmuck und Edelstein an der Hochschule Trier, Fachbereich Gestaltung, Campus Idar-Oberstein

Belobigung

Anne Lengnink(Deutschland, Wismar)

Die Colliers von Anne Lengnink überwinden spielerisch Grenzen und Widersprüche: von Organischem und
Anorganischem, Vergänglichem und Beständigem, Konvention und Tabu. Ein Perlencollier mit übergroßen Porzellanperlen, die teilweise wie in der Anatomie durch Gelenkkopf und Kugelpfanne miteinander verbunden sind. Ein schnöder Gummizug hält sie zusammen. Latexschläuche fassen und verbinden drüsig geformte Porzellanperlen, deren reines Weiß in einem rosa Hautton ausläuft. Um den Hals getragen, wippen, schwingen und klingen so die Porzellankörper. Sprödigkeit und Flexibilität verbinden sich, ebenso wenn Stahlkäfige mit klaren geometrischen Formen organoide Barockperlen aus Porzellan einschließen und umfangen.

Diese Auszeichnung ist dotiert mit einem Katalog der Preisträger (dt./engl.), der in der Schriftenreihe des Bayerischen Kunstgewerbevereins erscheint.

Anne Lengnink, geb. 1985 in Schwerin

2004-2006 Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien, Kunsthaus Verlag GmbH, Boddin und Devisor Werbeagentur, Rostock
2007 Reprografin bei KoKo, Agentur für konstruktive Kommunikation, Zürich, Schweiz
2008-2009 Mediengestalterin bei der Werbeagentur Haak & Bartz, Güstrow
2009-2016 Studium der Fachrichtung Schmuckdesign an der Hochschule Wismar, Fakultät für Gestaltung, abgeschlossen mit Diplom

Finalisten 2017

Die Objekte der folgenden 19 Bewerber sind in die Endauswahl gelangt:

Naama Bergman, geb. 1982 in Tel-Aviv/Israel, lebt in München, Schmuck und Gerät

Ana Catalina Brenes, geb. 1983 in San José/Costa Rica, lebt in Aschaffenburg, Schmuck

Eva Burton, geb. 1984 in Buenos Aires/Argentinien, lebt in Idar-Oberstein, Schmuck

Dingqi Chen, geb. 1992 in Peking/China, lebt in Halle (Saale), Keramik

Marion Delarue, geb. 1986 in Bois-Guillaume/Frankreich, lebt in Carbon-Blanc/Frankreich, Schmuck

Frieda Dörfer, geb. 1984 in Kiel, lebt in Pforzheim, Schmuck

Kerstin Sabrina Hendik, geb. 1985 in Kiel, lebt in Karlsruhe, Keramik

Zhuoyu Hou, geb. 1990 in Hunan/China, lebt in Meißen, Keramik

Lucie Houdková, geb. 1984 in Brünn/Tschechische Republik, lebt in Prag, Schmuck

Ahryun Lee, geb. 1989 in Seoul/Korea, lebt in London/Großbritannien, Keramik

Manami Matsuda, geb. 1992 in Yamaguchi/Japan, lebt in Tokio/Japan, Schmuck

Li-Ting Ou, geb. 1986 in Tainan/Taiwan, lebt in Tainan, Gerät

Nadine Pawusch, geb. 1984 in Siegen, lebt in Hanau, Schmuck

Markus Pollinger, geb. 1984 in Benediktbeuern, lebt in Lenggries, Gerät

Sarah Powell, geb. 1984 in Dorset/Großbritannien, lebt in München, Schmuck

Maike Schönebeck, geb. 1989 in Willich, lebt in Straelen, Produktdesign

Daphne Spiegel, geb. 1991 in Bad Kissingen, lebt in Hanau, Schmuck

Esther Suárez Ruiz, geb. 1984 in Cali/Kolumbien, lebt in Halle (Saale), Schmuck

Takayoshi Terajima, geb. 1986 in Chiba/Japan, lebt in München, Schmuck

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